Hypnotherapie Ausbildung
Hypnose Podcast

Der „Hypnosetherapie lernen“ Podcast Kapitel 1: Ressourcenorientierung

Der Podcast "Hypnosetherapie lernen" startet mit Episode 1: Ressourcenorientierung

In diesem Kapitel lernst du die grundlegende Einstellung der Ressourcenorientierung in der Hypnosetherapie kennen.

Ressourcen sind Kraftquellen, die jede*r von uns in sich trägt.

Warum sie für die Hypnosetherapie grundlegend wichtig sind erfährst du in diesem Kapitel.

In diesem Kapitel lernst du die grundlegende Einstellung der Ressourcenorientierung in der Hypnosetherapie kennen.

Ressourcen sind Kraftquellen, die jede*r von uns in sich trägt.

Warum sie für die Hypnosetherapie grundlegend wichtig sind erfährst du in diesem Kapitel.

Dein kostenloses Beratungsgespräch buchst du unter https://calendly.com/kellerkathrin/30min?month=2021-06

 

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Wer lieber liest statt hört findet hier ein Transkript dieser Podcastfolge:

Alles beginnt bei den Ressourcen.

Ressourcen, das könnte man auf Deutsch übersetzen als Kraftquelle eines Klienten. Ressourcen sind der Grundbaustein unseres Arbeitens, und die Grundeinstellung der Ressourcenorientierung, die wir dem Klienten entgegenbringen. Sie beinhaltet die Grundannahme, dass jeder Klient genügend Ressourcen mitbringt in das Coaching und in die Therapie, eigentlich aber ins Leben – genügend im Sinne von eine Fülle von Ressourcen! Nicht es reicht gerade so, sondern im Sinne von eine Fülle von Ressourcen.

Ressourcen, also diese Kraftquellen des Menschen, können aus verschiedenen Bereichen stammen.

Ressourcen sind etwas sehr Subjektives. Der Mensch selbst ganz persönlich bestimmt, was für ihn eine Ressource ist, was für ihn eine Kraftquelle ist. Gleichzeitig können wir aber sehen, dass wir sie in grundsätzliche Bereiche einteilen können. Ressourcen können zum Beispiel kommen aus der Vergangenheit, gute Erinnerungen, tolle Bilder, die wir haben, wo wir waren, vielleicht im Urlaub, was wir erlebt haben… Erinnerungen, die Kindheit aus der Zukunft, unsere Visionen, unsere Träume, das, wo wir noch hin möchten… überall her können sich unsere Ressourcen speisen.

Visionen und Träume können eine unglaubliche Kraft für Menschen haben, die sie dann durch schwere Zeiten quasi hindurch ziehen oder hindurch begleiten können.

 

Ein Beispiel dazu wäre das Beenden eines schwierigen Studiums, wo die Vision diesen Titel zu haben und damit auch andere Chancen im Leben durch schwierige Prüfungszeiten hindurch zieht; ein anderes Beispiel wäre, eine schwierige Scheidung anzugehen – wohlwissend, dass es schwierige Jahre werden und dennoch einen noch größeren, noch tieferen Grund in sich zu spüren, warum das der richtige Schritt ist, vielleicht die Entscheidungsfreiheit vielleicht der, die Ruhe und der Frieden im Alltag oder das Zusammenleben mit einem neuen Menschen was auch immer es sein mag.

Diese Ressourcen, diese Kraftquellen der Zukunft, müssen noch größer sein als das, was auf dem Weg dorthin passiert, um wirklich positiv wirken zu können. 

 

Gesundheit und Körper ist eine sehr große Ressourcen, eine der Ressourcen, die eigentlich alle mitbringen, selbst Menschen mit Krankheiten, mit chronischen Krankheiten. Im Körper finden wir viele Ressourcen, die wir aber, weil wir so gewohnt sind, diesen Körper zu haben, oftmals übersehen. Viele Ressourcen finden sich in der Natur, Menschen berichten sehr häufig, dass sie in der Natur auftanken. Vielleicht gehen sie einem Hobby nach, Schwimmen, Angeln, spazieren gehen, Skifahren was auch immer das sein mag, vielleicht sind sie auch einfach in der Natur und sitzen dort und lauschen oder spazieren. Das scheint eine ganz universale, sehr starke Ressourcen zu sein, aber auch hier ist das Wichtigste: Jede Ressource ist subjektiv.

 

Jemand, der nicht gerne in der Natur ist, wird dafür auch seine guten Gründe haben. Das heißt nicht, dass wir jemanden in die Natur schicken, es ist einfach eine Feststellung, im Laufe der Jahre des wirklich sehr viele Menschen Natur als eine der wichtigsten Ressourcen in ihrem Leben nennen. Zur Natur gehören auch die Tiere. Menschen haben Haustiere zu Hause oder genießen es, Tiere in der Natur zu beobachten. Es gibt Studien darüber, dass Tiere im Haushalt glücklich machen beziehungsweise, dass Menschen, die mit Tieren leben die glücklicheren Menschen sind, warum kann man nicht so genau festlegen, aber auf jeden Fall gibt es da einen Zusammenhang. Auch damit verbunden, aber nicht nur, sind die Hobbys – das können natürlich auch wieder sehr viele Dinge sein. Ein riesengroßes Feld, ob ich meine kleine Modelleisenbahn baue oder ich in ferne Länder reise… Hobbys sind eine wichtige Kraftquelle. 

Spiritualität und Religion sind ebenfalls eine große Kraftquelle für die Menschen, die sich dort zu Hause fühlen. Gleichzeitig ist das ein Feld, das eben auch nicht für jeden Gültigkeit besitzt. 

Dann haben wir noch Ausbildung, Wissen, Jobsituation. Auch dort finden wir natürlich ganz viele Ressourcen, denn es macht natürlich einen großen Unterschied, was für eine Art von Job ich besitze, ob ich mich dort wohl fühle, ob ich mich dort verwirklichen kann oder nicht, ob ich gerecht und fair bezahlt werde oder nicht, ob ich so gut ausgebildet bin, dass sich auch weitere Chancen ergeben, dass ich mir zum Beispiel vorstellen kann, mich noch weiter zu entwickeln und damit verknüpft ist auch die materielle Situation, das ist der wichtige Teil des Materiellen, wo ich eine unglaubliche Fülle an Ressourcen haben kann, aber wo Menschen eben auch sehr unterschiedlich aufgestellt sind natürlich macht es einen Unterschied, ob ich den Garten besitze oder das Traumhaus auf dem Land oder oder ein Auto oder ein Fahrrad, ob ich genug Geld auf dem Konto habe, so dass ich mir dann, wenn ich mich danach fühle, auch mal ein bisschen Wellness können kann. Also materielle Dinge sind natürlich auch eine große Ressource. 

Auch hier wieder gibt es zu Bedenken, dass wir nicht alle gleich aufgestellt sind, dass wir auch ganz unterschiedlich aus diesen Dingen schöpfen, was ich jetzt hier vorgestellt hab, sind ja nur die allgemeinen Bereiche im Leben aus denen Ressourcen stammen. Der letzte große Bereich sind Freunde, Familie, soziale Beziehungen. Auch hier sind wir unterschiedlich aufgestellt, auch hier haben wir einen sehr unterschiedlichen Fokus, und dennoch können wir feststellen, dass das ein wichtiger Ressourcenbereich für Menschen ist, auf denen sie aufbauen können. So ein soziales Netzwerk tut auch vieles daran, inwieweit ich mich weiterentwickeln kann. Vielleicht sieht man hier noch deutlicher als bei den anderen Bereichen, dass es mich eben auch einschränken kann. Ja, weil natürlich auch die Glaubenssätze, die Gewohnheiten, die Denkmuster dieser anderen Menschen dieser nahen Menschen um mich herum auch einschränkend sein können. Ich kann mir zum beispiel vorstellen, dass wenn ich mit ganz vielen Menschen umgeben bin, Es gilt Persönlichkeitsmerkmale, die ebenfalls Ressourcen sein können Ressourcen können mir bewusst sein oder auch nicht, sie können im Bewussten liegen oder auch im Unbewussten. Das ist auch ein Herangehensweise der Hypnosetherapie, dass wir Ressourcen, die im Unbewussten liegen, weil wir sie so sehr gewohnt sind, weil wir so sehr täglich damit umgehen, dass wir sie gar nicht mehr wirklich bewusst wahrnehmen, dass wir die wieder ins Bewusstsein bringen,  dass wir den Menschen wieder mehr damit verknüpfen, dass alles schon da ist an Fülle und an Kraft.

Wir haben ein so genanntes Problemlösegehirn, Ja, es ist noch nicht mal unsere Schuld. Wir sind noch nicht mal zu dämlich, weil wir uns angewöhnt haben, nur die Probleme zu sehen, sondern es ist tatsächlich so, dass unser menschliches Gehirn darauf ausgerichtet ist, Probleme zu sehen, um sie dann zu lösen!

 

Warum sind wir als Spezies so einen weiten Weg gegangen und haben so viele Dinge in die Welt gebracht, erfunden, kreiert, weil wir die Probleme gesehen haben und eine Lösung gefunden haben.. Es hat angefangen mit dem allerersten Werkzeug, das der allererste Urmensch gefunden hat, und das geht weiter bis heute. Diese Entwicklung, das menschliche Gehirn hat einfach diese starke Prägung darauf, ein Problem erkennen zu wollen, um es dann zu lösen. Manchmal gibt es aber keine Lösung, und dann verfangen wir uns innerlich im Problem. Wir dürfen lernen, dass ein anderer Teil unseres Gehirns sich sehr wohl in einem anderen Zustand befindet, das ist der Zustand der Fülle, der Zustand, wo vieles einfach gut ist, so wie es ist, wo er erfahren darf, dass ich richtig bin, so wie ich bin, wo ich loslassen darf und fünf gerade sein lassen. Diesen Zustand gibt es auch im Gehirn.


Weil unser menschliches Gehirn aber dieses Probleme lösen als Prägung hat, darf ich mich immer wieder möglichst täglich einmal daran erinnern, dass es auch noch eine andere Seite der Dinge gibt. Das meint der Spruch: ob das Glas halb leer oder halb voll ist, entscheidest du selbst! Das Glas ist immer halb leer und halb voll, je nachdem, wie du hier drauf schaust, und so ist es mit deinem Leben auch und so ist das im Leben unserer Klienten und wir als Coaches oder als Heilpraktiker oder als Psychotherapeuten wir mit der Hypnosetherapie arbeiten, dann ist das ganz Ausschlag geben das zu sehen. Beim Klienten ist das Glas auch immer halb voll, und wir dürfen Menschen daran erinnern, was alles schon funktioniert, was schon funktioniert hat in ihrem Leben, in der Vergangenheit, was sie alles mitbringen an Ressourcen und an Kraftquellen, an guten Überzeugungen und Charaktereigenschaften, die wunderbar sind – an Wissen, an Weisheit, all diese wundervollen Dinge, das ist Teil der grundlegenden Einstellung der Hypnosetherapie: unsere Klienten daran zu erinnern, dass sie umschalten können im Gehirn, auf diesen neuen Blick der Fülle.

Indem sie sie ausbreiten können sich quasi in die diese Ressourcen hineinlegen, wie in ein wunderbares duftendes Schaumbad, sodass sie dort drin gehalten sind. Denn überlege dir einmal du hast die Aufgabe, vor der den Keller aufzuräumen, und du warst dort schon seit Jahren nicht mehr so richtig außer um neue Dinge reinzustellen: wann machst du das? Szenario eins: Du machst es, wenn du krank bist, kaputt bist, dich einsam fühlst und so dieses Gefühl bei dir ist: Alles im Leben muss ich alleine schultern.

 
Szenario Nummer zwei: Du machst das, wenn gerade Verwandtschaft zu Besuch ist und ihr sowieso, darüber sprecht, dass vielleicht noch die ein oder andere interessante Erinnerung dort im Keller auf euch wartet vielleicht Fotos von früher oder ein paar Gegenstände, und vielleicht ist ja auch noch ein anderer Grund dabei, so dass du sagst: “Ach den Keller, den wollte ich einmal ausräumen, ich wollte mir das sowieso und Hobbykeller einrichten. Ich könnte ein bisschen Hifle gebrauchen!” Stell dir einfach mal vor der genau gleiche Keller genau die gleiche Aufgabe verwandelt sich in ein vollkommen neues Szenario, abhängig davon, wie viele Ressourcen oder rein bringst in dem Moment. So ist es mit allen Aufgaben in deinem Leben egal, was auf dich zukommt in der Zukunft, egal was für eine Aufgabe da ist, was für ein Problem oder was für eine Herausforderung dort ist. Es kommt darauf an, mit welchen Ressourcen du auf diese Aufgabe zu gehst, und durch diese Ressourcen, die du mitbringst oder die du in dir aktiviert ist oder die du im Außen aktivierst, wird sich diese Aufgaben in ihrem Aussehen, in ihrem Anfühlen komplett verändern. Wenn dir das jetzt klar geworden ist, wie unterschiedlich die Aufgabe Keller ausräumen aussehen kann, dann kannst du das übertragen auf die inneren psychischen Aufgaben, die Klienten mitbringen und auch dort ist das so, dass wenn wir dort im Keller aufräumen müssen, müssen wir erst Ressourcen aktivieren. Wir müssen erstmal schauen, dass es dem Klienten gut geht. Dass er ein gutes Gefühl zu sich selbst hat, ist ein gutes Gefühl hat dafür, dass er das schaffen kann, diese Aufgabe, das sehr gestärkt, es gestärkte reingehen kann.
Und das bringt uns zu dem Punkt Ressourcenorientierung: in der Hypnosetherapie Punkt Nummer eins: die Klienten haben genügenden Ressourcen, müssen den Blickwinkel ändern. Punkt Nummer zwei: Wir als Hypnosetherapeuten bringen eine Ressourcenorientierung in die Hypnosetherapie ein. Das ist eine Grundhaltung, die sich nicht an den Defiziten orientiert, sondern an Stärken und Kraftquellen. Sie zieht sich durch den gesamten Ablauf der Therapie, also durch das Vorgespräch, durch die Hypnose selbst, durch das Nachgespräch. Ressourcenorientierung wird nicht ein- und ausgeschaltet, sondern es ist immer eingeschaltet. Sobald du zum Hypnosetherapeuten wirst, ziehst du die Brille auf: deine Ressourcenbrille, du schaust durch diese Brille zum Klienten. Diese Grundeinstellung ist für die Hypnose selbst sehr wichtig, weil sie den Klienten davor schützt, in eine Problemtrance zu fallen oder auch davor, dass etwas re- traumatisierend ist. Also wir schützen den Klienten auch durch die Ressourcenorientierung. Wir geben ihm auch ganz viel Kraft mit für seine Aufgaben. Wir verhandeln auch dieses innere Denken, was auch heilsam sein kann, weil wir ihn davor schützen, in eine Problemtrance zu kippen. Deswegen bitte auch jede Trance mit Ressourcen beginnen. Erst wenn der Klient sich in einem guten Ressourcenort befindet, in einem Ressourcenzustand, zum Beispiel im Ort der Ruhe – erst dann
weiten wir den Blick und können auch andere Dinge bearbeiten.

Ich hoffe ich konnte ich ein stück weiter für die Hypnosetherapie interessieren. Viele weitere Infos findest du auf meiner Webseite. Und falls du mit mir persönlich darüber sprechen möchtest, auch du für den Hypnose Therapie Grundkurs in Frage kommst, dann melde dich einfach über den Link zu einem persönlichen Beratungsgespräch an das ist kostenfrei und da bin ich eine halbe Stunde lang ganz für dich da:

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